Wie bilde ich meinen Lehrling aus?

Berufsbild als Grundlage für die Ausbildungsplanung und -gestaltung heranziehen

Das Berufsbild ist eine Art „Lehrplan“ für den Lehrbetrieb und zeigt, welche Ausbildungsinhalte in welchem Lehrjahr vermittelt werden sollen. Berufsbilder/Ausbildungsordnungen für alle Lehrberufe finden Sie unter: www.bmwfw.gv.at

Ausbildungsplan erstellen

MÖGLICHE ÜBERLEGUNGEN

  • Wie kann der Lehrling den Betrieb am besten kennenlernen?
  • Wann soll dem Lehrling was vermittelt werden?
  • Wo beginnt der Lehrling seine Ausbildung?
  • Wie lange bleibt der Lehrling in einer Abteilung/bei einem Arbeitsbereich in der Lehrwerkstätte etc.? (Rotationsplan erstellen)
  • Wer ist wann für den Lehrling zuständig?
  • Wie soll die Ausbildung dokumentiert werden?
  • Wie stelle ich fest, was der Lehrling kann?

Vorlage: Checkliste für eine sichere Lehrzeit

Ausbilden

  • Tätigkeiten erklären, vorzeigen, nachmachen und üben lassen
  • Dem Lehrling Arbeiten/Aufgaben übergeben, die er selbstständig durchführt
  • Den Lehrling in betriebliche Aufträge einbinden
  • Jobrotation: regelmäßiger Wechsel der Aufgabenbereiche und/oder Abteilungen
  • Andere Ausbildungsmethoden einsetzen z. B.: Lehrlingsprojekte, E-Learning

Infoblatt: Lehrlingsprojekte und Auftragsorientiertes Lernen (mit Beispiel aus der Praxis)

Zusätzliches Ausbildungsangebot im Rahmen des Berufsbildes

  • Zusätzliche praktische Übungsmöglichkeiten
  • Lehrlingsunterricht im Betrieb
  • Nachhilfe bei Schwächen im Pflichtschulbereich oder einzelnen Unterrichtsfächern der Berufsschule

Ausbildungsdokumentation

Ausbilder und/oder Lehrling dokumentieren, was bereits gelernt wurde.

MÖGLICHKEITEN

  • Abhaken/Unterzeichnen einzelner Berufsbildpositionen im Ausbildungsplan
  • Führung eines Ausbildungsheftes, in dem alles eingetragen wird, was bereits gelernt wurde (elektronisch oder händisch)

Ausbildungsfortschritte feststellen

MÖGLICHKEITEN

  • Beobachten des Lehrlings während der Arbeit
  • Während der Arbeit ergänzende Fragen stellen: „Was würdest du machen, wenn… passiert?“, „Warum machst du das so?“, „Geht es auch anders, welche Alternativen bieten sich an?“ etc.
  • Arbeitsaufträge übergeben oder praktische Arbeitsproben stellen
  • Bewertung und Besprechung abgeschlossener Arbeitsaufträge oder Arbeitsproben
  • Feedback von Ausbildern, Kollegen, eventuell auch von Kunden, Gästen etc. einholen
  • Kontrolle und Besprechung der Ausbildungsdokumentation
  • Tests mit praxisnahen Aufgaben
  • Bei der Durchführung von Lehrlingsprojekten: Bewertung und Nachbesprechung des Projektergebnisses

Feedback geben

  • Regelmäßig Feedbackgespräche führen
  • Während der Ausbildung immer wieder Rückmeldung zur Arbeit und zu den erbrachten Leistungen geben:

- Loben, was gut gemacht wird
- Erledigte Arbeiten und Aufgaben nachbesprechen
- Auf Fehler aufmerksam machen. Besprechen, wie es besser gemacht werden kann.

Infoblatt: Feedback
Vorlage: Feedbackgespräch (Leitfaden für Ausbilder, Vorbereitung für den Lehrling, Protokoll)

Einbindung der Lehrlinge in die Qualitätssicherung des Betriebes

  • Lehrlinge können Ideen- und Verbesserungsvorschläge einbringen (Betriebliches Vorschlagswesen: mündlich, Ideenbriefkasten, vorgefertigte Formulare für Verbesserungsvorschläge etc.)
  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Unterstützung bei der Vorbereitung auf die LAP

  • Besprechen: Was erwartet mich bei der LAP? Was wird bei der LAP geprüft?
  • Prüfungsordnungen für alle Lehrberufe finden Sie unter: www.bmwfw.gv.at
  • Zusätzliche Übungsmöglichkeiten im Betrieb 
  • Prüfungssituationen durchspielen
  • Prüfungscoaching
  • Interne Vorbereitungstrainings
  • Externe Vorbereitungskurse
  • LAP-Unterlagen